Hannessy – Who cares?

Wenn eine Sache gegessen ist, wartet immer noch der Abwasch.
 
 
Adeus Brasil!
Posted on September 27th, 2006 at 4:56 pm by Hannes

Tja nun ist die Zeit gekommen Abschied zu nehmen! Ich werde das alles hier sehr vermissen, aber man muss nach vorne schauen. Dies waren sicherlich ohne übertreibung die interessantesten Wochen in meinem nun ein Vierteljahrhundert andauernden Leben.

Danke Arne, dass Du mir das möglich gemacht hast! Obrigado Kesia por falar tão devagar que eu consigo entender mais e por as muitas comidas deliciosas! Danke Günther und Marita für den Support! Obrigado Carla para trazer essa idioma pra mim! Danke allen die sich hier verewigt haben, insbesondere Stefan, ohne den diese Seite nicht möglich gewesen wäre!

Eu vou voltar um dia ! Vocês vão ver!

Tschau!

Hannes

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Novas de Natal
Posted on September 21st, 2006 at 6:14 pm by Hannes

Moinsen!

Nach langer Zeit mal wieder ein Beitrag von mir! Ich habe viel erlebt und auf das eine oder andere werde ich vermutlich, unter Umständen, also vielleicht sogar, an dieser Stelle eingehen. Letzte Woche haben wir mal wieder schön Fleisch gegessen im Tabua de Carne und ich hab mich diesmal verhältnismässig schlecht geschlagen. Ich war der erste, der aufgegeben hat (soll nicht wieder vorkommen!).

Am Wochenende sind wir dann ins Kino gegangen und haben uns einen brasilianischen Film angesehen. Ich hab von der Handlung nicht so viel verstanden, weil ich vom sprachlichen her natürlich noch nicht so fit bin und zu dem auch zeitweilig mit meinen Gedanken woanders (quasi neben mir) war. E daí! Was soll´s die Bilder waren auch ganz interessant.

Am Sonntag sind wir dann noch einmal Richtung Süden aufgebrochen und haben einen schönen Strand in Pipa besucht, von dem ich noch einige Bilder gemacht habe. Wir haben ganz schöne Steigungen überwunden um zur praia do amor zu gelangen. Mir lief schon teilweise ganz schön das Wasser, denn kalt war es auch nicht gerade an diesem Tag. Hinzu kam noch das ich einer Freundin von Kesia, der es nicht so gut ging ein wenig helfen musste den Berg zu erklimmen! Na ja – ich will euch nicht einen vorheulen hier, so hart war´s dann auch wieder nicht.

Am Nachmittag hatten wir dann noch wieder ein schönes churrasco, bei dem der ehemalige 5 Sterne Koch Alex wieder einige Spezialitäten aus dem Ärmel gezaubert hat, unter anderen seinen selbstgemachten Schokoladenlikör – beleza!

Am Mittwoch bin ich mit Carla in 2 Schulen gewesen und hab mit den Kindern Bossa Nova Songs gesungen. Die Schulen hier sind schon etwas anders als bei uns, so ist z.B. das Lehrerzimmer keineswegs so ein heiliger Ort wie in Deutschland. Es sind meistens mindestens genauso viele Schüler wie Lehrer dort. Es war schon sehr interessant für mich mal zu sehen wie Schule in Brasilien ist. In der ersten Stunde mussten mir die Kinder Fragen auf Englisch stellen und ich dann diese auch auf Englisch beantworten. Das Antworten funktionierte jedoch nur teilweise, da ich immer wieder portugiesische Wörter dazwischen mischte – das zeigt mir aber das ich auf jedenfall drin bin in der Sprache. Die beste Frage war ob ich ein Nazi sei, welche mich zum Diplomat machte, denn ich musste das Bild was Teile der Jugend hier von Deutschland zu haben scheinen wieder zurechtrücken. In der zweiten Stunde habe ich dann auf portugiesisch erzählen dürfen wie ich zum Bossa kam und dann mit den Kindern die Lieder gesungen. War ein sehr interessanter Tag!

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Sei lá ! A vida tem sempre razão !
Posted on September 9th, 2006 at 8:56 pm by Hannes

mOIn Leute!

Ich melde mich mal wieder hier aus Ponta Negra! Ich bin gerade dabei ein paar Gedichte von Vinícius de Moraes zu übersetzen, die Carla mir gegeben hat. Wir sind gemeinsam seine Biografie durchgegangen und haben und werden noch einiges an Musik hören. Nächste Woche ist in Carlas Schule so eine art Kulturwoche bei der sie mit den Schülern auch etwas von Vinícius einstudieren möchte und eventuell werde ich dann noch etwas mit der Gitarre dazu spielen.

Gestern war der Tag der Unabhängigkeit Brasiliens von der Kolonialmacht Portugal und zu meiner Freude hat die von mir hochgeschätzte Busgesellschaft ;-) die Tarifa social ins Leben gerufen! Nur noch 80 centavos- aber nur am Feiertag! Heute sind´s dann wieder 1,60!-Toll! Am Feiertag lief alles ein bisschen gemächlicher ab. Der Busfahrer hielt um halb Neun morgens noch mal am Strassenrand und hat sich von seiner Schaffnerin eine Caipifruta ( Wodka mit Früchten) bringen lassen!

Nach meinem Unterricht sind wir Richtung Süden gefahren und haben dort mal die Strände gesichtet. Ich habe dann zum ersten mal auf der anderen Seite des Atlantiks gebadet. Die Wellen waren gewaltig ( selbst wenn Scharbeutz einen guten Tag hat kommt es um Längen nicht ran!). Hier gibt es auch keine langen Diskussionen wann man sich komplett ins Wasser begibt,denn nach spätestens 2 Metern hat die erste Welle einem diese Entscheidung abgenommen.

Am Abend habe ich dann nochmal Ghaneisch gekocht und wir sind noch in einen Shoppingcenter gefahren wo Livemusik war. Ich dachte ich höre jetzt ein echtes Stück Brasilien, doch stattdessen hörten wir Hits der 70er und 80er die einem durchaus vertraut waren. Doch am Schluss gab´s dann doch noch ein echtes Stück Brasilien: Parabens pra você! Die brasilianische Verson von Happy Birthday! Dann nahm der Abend eine überraschende Wendung! Ich dachte eigentlich: Mensch, noch schön ´ne Runde an´Strand!- als es anfing sinnflutartig zu regnen, wie man es eigentlich nur aus Deutschland kennt.Wir haben uns dann in eine Kneipe gesetzt die zwar überdacht war, aber zu den Seiten hin offen so dass der Regen uns Zwang den Tisch immer weiter nach Innen zu rücken. Plötzlich! stellte Arne fest, dass sein Handy verschwunden war!

Als der für September untypische Regen seinen Höhepunkt hatte, sprangen wir also ins Auto und fuhren zurück zu dem Einkaufszentrum, in der Hoffnung es dort noch zu finden! De repente um milagre!- das Handy tauchte wieder auf! Der Besitzer der Kneipe hatte es verwahrt. So war am Ende wieder alles in trockenen Tüchern-ausser unseren Klamotten! Auf dem Weg Richtung Süden haben wir den grössten Cashewbaum der Welt besichtigt von dem ich noch ein Paar Fotos gemacht habe.

Grüsse vom Hannes

P.S.: Ich habe momentan Probleme meine E-mails abzurufen! Also wenn was sein sollte schreibt Kommentare!

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As comidas brasileiras

As comidas brasileiras

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Pé de Cajou

Olá! Tudo bem com vocês ?
Posted on September 4th, 2006 at 5:44 pm by Hannes

Eu estou muito feliz! Eu gosto muito de Natal e a gente são muito sympatico.Uma semana passa mais e minha vontade aprender português existe ainda mais!

Am letzten Wochenende habe ich mit Arne eine Tour auf´s Land gemacht. Wir sind auf erdigen Pisten von Dorf zu Dorf gefahren – es kam mir vor wie bei Grand Tourismo! Dann haben wir in einem kleinen Dorf noch Langusten gegessen und am Abend habe ich dann auf Anfrage noch einmal chinesisch gekocht.

Mir gehen zur Zeit scheinbar ziehmlich viele Dinge durch den Kopf. Jedenfalls habe ich das Gefühl ich habe noch nie so viel geträumt wie hier. Man bekommt natürlich, auch wenn man sich an einiges schon gewöhnt hat, täglich Input und erlebt neue Dinge,die erst einmal verarbeitet werden müssen. Ich bin ein Wanderer zwischen den Welten – ich spreche und höre abwechselnd Porugiesisch,Deutsch und Englisch und weiss wohl unterbewusst nicht wo ich hingehöre. Jedenfalls hatte ich mehrere Träume ( an die wenigsten kan ich mich erinnern) in denen ich Angst hatte nach Deutschland zurückzukehren, weil ich dort nicht mehr potugiesisch sprechen könnte und keiner mich mehr verstehen würde – louco! Naja ich wollte euch hier nicht mit meinen Hirngespinsten zulabern, aber das sind so Gedanken die einem kommen können wenn man sich in einem Land befindet, indem alle um einen herum eine andere Sprache sprechen und man erst so langsam beginnt, ein wenig dahinterzusteigen, was so im einzelnen gesprochen wird. Themenwechsel: Für alle Freunde des Fleisches (hier im nahrungstechnischen Sinne-das andere natürlich auch) ihr würdet hier voll auf eure Kosten kommen. Wir waren hier in einem Restaurant wo man all U can eat-mässig von mehreren Kellnern Fleisch in allen Formen direkt vom Spiess auf den Teller serviert bekam – ein Hochgenuss! Wärend es in anderen Ländern so ist, dass es Berge an Beilagen und ein bisschen Fleisch gibt, ist es hier umgekehrt! Also, Brasilien ist nix für Vegetarier! :-) 

Leider habe ich dummerweise auf unserem Exkurs meine Kamera vergessen so bleiben die Bilder vorerst in meinem Herzen! ich werde aber wenn wir die nächste Tour machen dran denken!

 

Abraços

Hannes